Es gibt eine Vielzahl an natürlichen Stärkungsmittel für unseren Körper. In diesem Blogbeitrag wollen wir uns auf die pflanzlichen bzw. veganen natürlichen Stärkungsmittel fokussieren. Hierbei stehen vor allem Mirkonährstoffe und pflanzliche Farbstoffe im Vordergrund, da diese häufig unterschätzt werden.

Chlorophyll - Der grüne Pflanzenfarbstoff

Bei Chlorophyll handelt es sich um eine Substanz, die während eines der fundamentalsten und bedeutendsten Prozesse unseres Planeten gebildet wird: die Photosynthese. Dabei produziert eine Pflanze aus CO2 (Kohlendioxid), aus der Luft und H2O (Wasser) in Wechselwirkung mit Sonnenenergie und Sauerstoff Chlorophyll und stellt damit u.a. die Basis für unser funktionsfähiges Ökosystem dar. Das Chlorophyll zählt zu den unterschätzten natürlichen Stärkungsmitteln und besitzt für uns Menschen positive Effekte. 

Wenn wir Chlorophyll über unsere Nahrung aufnehmen, unterstützt es uns bei der Abwehr von Infekten und kann dazu beitragen, das Krebswachstum zu verringern. Es soll weiterhin die Entgiftungsarbeit der Leber fördern und die Bildung von roten Blutkörperchen erhöhen. 

Darüber hinaus trägt Chlorophyll zu einer gesunden Darmflora bei und senkt den Blutdruck durch die Erweiterung der Kapillaren. All dies sind Eigenschaften, die die Gesundheit unterstützen und zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen. Bei der Zubereitung von chlorophyllhaltigen Lebensmitteln, die als natürliche Stärkungsmittel dienen, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht zu stark erhitzt werden, da die Pflanzenpigmente im Allgemeinen nur sehr schlecht auf Hitze reagieren und daher schnell verloren gehen können.

Pektin für die Gesundheit

Das natürliche Stärkungsmittel Pektin kommt in Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten zum Einsatz. Es handelt sich um einen Pflanzenfaserstoff, der im Verdauungstrakt zu einer gallertartigen Masse wird. Aufgrund seiner Konsistenz wird es in der Lebensmittelindustrie als Bindemittel eingesetzt. 

Man findet Pektin bei verarbeiteten Lebensmitteln, wie Konfitüre oder Fruchtgummis, die aus einer pflanzlichen Basis hergestellt sind. Pektin sorgt dafür, dass Nährstoffe nicht zu schnell durch Lebensmittel absorbiert werden und somit verloren gehen. Durch seine Konsistenz ist es in der Lage, mögliche Schadstoffe zu umschließen und ihre weitere Aufnahme zu unterbinden. Es kann daher als krankheitsvorbeugend eingestuft werden. Aufgrund seiner Konsistenz fördert es die Kollagensynthese und wirkt damit Rheuma und Osteoporose entgegen. Das Kollagen ist die Gelenkflüssigkeit (Gelee), die zwischen den Gelenken zu finden ist und so das Abreiben des Gelenkknorpels verhindern kann. 

Pektin ist ein wichtiger Faktor bei der Prävention von einem hohem Cholesterinspiegel, da es Fette bzw. Cholesterin im Magen bindet, bevor diese ins Blut gelangen. Sie senken den Cholesterinspiegel (Blutfette) zusätzlich auf eine zweite Weise. Pektine werden nämlich nicht nur verdaut, sondern auch von bestimmten Darmbakterien abgebaut. Dabei entstehen Stoffe, die letztendlich die körpereigene Cholesterinproduktion in der Leber hemmen. Früchte, die viel Pektin enthalten, sind Zitronen und Äpfel. Pektin kann, wie andere gesunde Bestandteile unserer Nahrung, zu unserem Wohlbefinden und unserer Gesundheit beitragen.

Um abzunehmen, empfiehlt sich der Verzehr von Pektin, einem natürlichen Stärkungsmittel, da es nicht nur die Aufnahme von Cholesterin hemmt, sondern auch die Aufnahme von Zucker und Nährstoffen verlangsamt und so langfristig das Hungergefühl verringert.

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Farbstoffe und Pigmente der Natur - Flavonoide und Carotinoide

Man findet Flavonoide in vielen verschiedenen Lebensmitteln: im Tee aus den asiatischen Bergen oder im Apfel aus dem heimischen Garten. Sie geben diesen Lebensmitteln ihre Farbe. Sie sind ein natürliches Stärkungsmittel und dienen nicht nur als Farbstoffe der Pflanzen, sondern haben auch eine positive Wirkung auf unseren Körper. 

Flavonoide kommen wie Vitamin C in wässriger Umgebung vor, aber auch, wie Vitamin E, im Fettgewebe. Es wirkt u.a. antioxidativ und kann gerade wegen ihres vielfältigen Vorkommens im Immunsystem sehr vielseitig eingesetzt werden. 

Flavonoide wirken präventiv gegen schwerwiegende Leber- und Herzkrankheiten. Eine weitere Gruppe von Farbstoffen aus der Natur, die antioxidative Eigenschaften auf den Menschen hat, sind die Carotinoide. Auch sie wirken dem Zerstörungsprozess intakter Körperzellen entgegen. Es gibt Alpha-, Beta- und Gamma-Carotinoide, sowie Lycopin und Lutein. 

Sie wirken arterienentkalkend und -glättend und können wie Aspirin oder andere Blutverdünner die Bildung von Blutgerinnseln verhindern, die z. B. durch starke Adrenalinausschüttung entstehen. Außerdem beugen sie Altersblindheit und Sehschwäche vor. Diese natürlichen Stärkungsmittel sind wichtig für einen gesunden veganen Lifestyle.

 

Präbiotika und Probiotika - natürliche Stärkungsmittel

Probiotika zählen zu den Nahrungsfasern und fördern – wie Probiotika – die Darmflora und die Verdauung. Sie sind für das Wachstum von den Bifidobakterien im Darm unerlässlich, da sie die Präbiotika als Nahrung nutzen. Bifidobakterien hemmen die Ausbreitung von schädlichen Keimen sowie Bakterien und stimulieren gleichzeitig die Produktion von Immunzellen und Antikörpern. 

Darüber hinaus können Probiotika die Absorption von Kalzium erhöhen und verbessern. Dieser Mineralstoff ist wichtig für unsere Knochen. Durch diesen Effekt kann Krankheiten wie Osteoporose vorgebeugt werden. Die vermehrte Produktion von Bifidobakterien kann wiederum die Ausbreitung von schädlichen Bakterien und Viren eindämmen, wodurch die Verdauung direkt verbessert wird. Dickdarmkrebs kann durch regelmäßige und häufige Einnahme von Probiotika , den natürlichen Stärkungsmitteln, vorgebeugt werden. Wichtige Quellen für Probiotika sind oft fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder Kimchi.

Präbiotika sind nicht verdauliche Nahrungsbestandteile, die die Darmbakterien oder die Darmflora direkt unterstützen und positiv beeinflussen. Zu den Präbiotika zählen z. B. Inulin und Oligofruktose, die in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten sind. Die Ballaststoffwirkung der Präbiotika trägt zur Normalisierung und Verbesserung der Darmentleerung bei. 

Darüber hinaus entstehen bei der Verdauung durch die präbiotische Wirkung Gase und kurzkettige Fettsäuren, die die Zahl der wichtigen, an der Zersetzung der Nahrung beteiligten Darmbakterien erhöhen. Diese verhindern zudem die Ansiedlung von schädlichen Bakterien. Zugleich wird dadurch die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung erhöht. Kalzium ist sehr wichtig für die Stabilität unserer Knochen. Es gibt verschiedene Arten von Stärke, die ebenfalls als Präbiotika angesehen werden können, zum Beispiel die sogenannte retrogradierte Stärke. 

Diese wirkt sich direkt positiv auf den Energiestoffwechsel der Darmbakterien aus und begünstigt gleichzeitig das Wachstum und die Aktivität der Darmbakterien, die eine entscheidende Rolle bei der Verdauung spielen. So enthalten zum Beispiel Kartoffeln einen hohen Anteil an retrogradierter Stärke. Der Darm spielt eine entscheidende Rolle für unser Immunsystem, denn wenn unser Darm erkrankt oder beschädigt ist, wirkt sich dies unmittelbar auf unser Immunsystem aus. Studien haben gezeigt, dass Präbiotika , die man zu den natürlichen Stärkungsmitteln zählen kann, die Funktionalität des Immunsystems fördern.

Omega 3 Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren zählen zu den Fettsäuren, die unser Köper selbst nicht herstellen kann und diese deshalb mit der Nahrung aufnehmen muss. Sie sind in wichtige Prozesse und Mechanismen im Körper eingebunden. Omega-3-Fettsäuren werden benötigt für die Hormonproduktion, den Zellstoffwechsel sowie zum Schutz vor Infektionskrankheiten und zur Vorbeugung von Entzündungen. Denn Omega-3-Fettsäuren sind sozusagen natürliche Stärkungsmittel und fördern die Regeneration des Körpers.

Omega-6-Fettsäuren dagegen wirken entzündungsfördernd. Wenn man also darauf achtet, täglich natürliche Stärkungsmittel wie Omega 3-Fettsäuren zu konsumieren, kann man Erkrankungen in gewissem Umfang vorbeugen. Sie stärken und schützen das Herz-Kreislaufsystem, indem sie die Blutfette positiv beeinflussen und den Bluthochdruck verringern können. Eine Studie aus Schweden hat gezeigt, dass sich eine erhöhte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren positiv auf die Blutfette auswirken kann.[1] 

Weiterhin können natürliche Stärkungsmittel wie Omega 3 Fettsäuren Demenz entgegenwirken, indem sie die Telomere, welche die Zellen mit der enthaltenen Erbinformation schützen, verbessern und verstärken. Viele Menschen leiden unter einem schlechten Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6, da zum Beispiel Weizen, ein sehr schlechtes Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6(zu Gunsten von Omega 6) hat und Weizen in der Regel von vielen Menschen in hohen Mengen konsumiert wird. 

Daher sind unter anderem entzündliche Krankheiten, wie Rheuma oder Osteoporose, sehr weit in westlichen Ländern verbreitet. In Regionen, in welchen die Menschen tendenziell viel Omega 3 aufnehmen,  sind entsprechend entzündliche Krankheiten weniger verbreitet, siehe Japan.

Es gib viele verschiedene gute Quellen an Omega 3 Fettsäuren, welche als natürliche Stärkungsmittel gelten. Walnüsse, Leinöl oder Fisch haben beispielsweise ein besonders gutes Omega 3 zu Omega 6 Säure-Verhältnis. Es sollte darauf geachtet werden, nicht zu oft Weizen zu konsumieren, da dieses ein schlechtes Omega 3 zu Omega 6 Säure-Verhältnis hat. Mit der regelmäßigen Aufnahme dieser natürlichen Stärkungsmittel kann die Gesundheit und das Wohlbefinden deutlich gefördert werden.

 

Quellen:

  • [1] Nilsson A et al., Effects of supplementation with n-3 polyunsaturated fatty acids on cognitive performance and cardiometabolic risk markers in healthy 51 to 72 years old subjects: a randomized controlled cross-over study, Nutrition Journal, 2012 Nov 22;11:99

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