Studien zum Thema vegane Ernährung sind essenziell, um neue Erkenntnisse in den verschiedensten Themenbereichen zu erlangen. Studien zu veganer Ernährung können sich in der Anzahl der Teilnehmenden und in ihrer Länge stark unterscheiden. Grundsätzlich gilt, je länger eine Studie durchgeführt wird und je mehr Teilnehmer diese hat, desto mehr Daten stehen zur Verfügung. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto genauere Aussagen beziehungsweise desto präzisere Schlüsse kann man aus den Daten ziehen. Deshalb ist es wichtig, sich mit Studien zu veganer Ernährung zu beschäftigen, die möglichst repräsentative Daten hergeben.

Eine vegane Ernährung kann aus verschiedenen Gründen einige gesundheitliche Vorteile für uns Menschen bieten. Es gibt viele Studien, die sich mit veganer Ernährung beschäftigen. Eine vegane Ernährung ist eine Form der Ernährung, die keine tierischen Produkte, wie Fleisch, Milch, Eier und Honig, beinhaltet. Vielmehr besteht eine vegane Ernährung aus pflanzlicher Kost wie Früchten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Nüssen, Samen und Körnern.

Einige Studien zu veganer Ernährung haben ergeben, dass diese die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren kann. Denn pflanzliche Lebensmittel beinhalten normalerweise einen hohen Anteil an ballaststoffreichen und wenig gesättigten Fetten. Außerdem kann eine vegane Ernährung das Risiko für Typ-2-Diabetes senken. Denn diese enthält meist weniger Kalorien und verbessert die körperliche Statur.

Einige Studien zu veganer Ernährung haben auch gezeigt, dass eine vegane Ernährung das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Dickdarm- und Prostatakrebs senken kann. Es gibt Studien, dass eine vegane Ernährung das Risiko für Bluthochdruck senken kann. Bezüglich Umweltauswirkungen hat die Erzeugung von tierischen Produkten (Fleisch, Milch, Eier) größere Auswirkungen. Die Tierhaltung benötigt große Flächen an Land und große Mengen an Wasser. Weiterhin verursacht diese hohen Emissionen von Treibhausgasen sowie Gülle und Düngemittel. Zudem benötigt die pflanzliche Ernährung grundsätzlich weniger Ressourcen.

Gesundheitliche Vorteile der veganen Ernährung

Studien über vegane Ernährung sind zahlreich vertreten und zeigen unterschiedliche Ergebnisse auf. Die WHO hat im Jahr 2015 industriell verarbeitetes Fleisch als krebserregend eingestuft. Auf der Grundlage, dass es genügend Studien und Belege, für diese Einstufung gibt. Ebenfalls wurde rotes Fleisch wie Rindfleisch oder Schweinefleisch als krebserregend eingeordnet. Es fällt damit in die Gruppe 2A, der krebserregenden Lebensmittel. [1]

Kuhmilch steht ebenfalls mehr und mehr im Verdacht, einen Einfluss auf die Bildung von Krebs zu haben. Prostatakrebs, Eierstockkrebs und Brustkrebs können, durch den Konsum von Milch  gefördert werden. [2]

Bei einer weiteren Studie zeigte sich, dass wenn Frauen Kuhmilch täglich konsumieren, sich das Brustkrebsrisiko um bis zu 30 % erhöhen kann. Bei dem täglichen Milchkonsum, bei Männern, kann Kuhmilch das Entstehen von Prostatakrebs um bis zu 9 % erhöhen. [3]

Durch weitere Studien zu veganer Ernährung wurde dargelegt, dass die vegane Ernährung sich positiv auf das Immunsystem auswirken kann. (Studie Weder S., C. Schaefer, M. Keller 2018) [4]

Das Risiko an Herzkreislauferkrankungen zu erkranken, kann durch eine dauerhafte vegane Ernährung stark gesenkt werden. Eine britische Studie über vegane Ernährung thematisierte Herzkreislauferkrankungen. Diese zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit für Veganer Herzkreislauferkrankungen zu bekommen, um bis zu 57 % geringer seien kann, im Vergleich zu fleischessenden Personen.

Die Studie zeigte, dass Menschen die viel tierische Lebensmittel täglich konsumieren, höhere LDL-Cholesterinwerte im Blut haben. Hohe LDL-Cholesterinwerte im Blut stehen im direkten Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Herzkreislauferkrankungen. [5], [6]

Eine im Jahr 2016 im Journal of the American College of Cardiology erschienene Studie zu veganer Ernährung hat gezeigt, dass eine vegetarische Ernährung (einschließlich einer veganen Ernährung) das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 25 % senken kann.

Diabetes ist in unseren westlichen Ländern eine weit verbreitete Krankheit. Sie steht oft im Zusammenhang mit einer ungesunden beziehungsweise einer sehr fett- und zuckerartigen Ernährung. Ob sich jemand vegan oder nicht vegan ernährt, kann nach neusten Erkenntnissen einen wesentlichen gesundheitlichen Faktor bilden. Es gibt weiterhin eine bekannte Oxford Studie über vegane Ernährung. Diese zeigte, dass Menschen, die am Tag 70 g rotes Fleisch konsumieren, ein 30 % höheres Risiko besitzen, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. An dieser Studie, die in Oxford durchgeführt wurde, nahmen 474.000 Menschen teil. [7], [8]

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Die zwei wichtigsten Studien für Veganer

Zum Thema Studien und vegane Ernährung im Zusammenhang mit der menschlichen Gesundheit gibt es zwei sehr wichtige Studien. Die Adventist Health Study 2 (AHS-2) und die EPIC-Oxford Study.

An der Health Study nahmen 96000 Menschen teil. Diese zählt mit zu den größten Studien im Bereich Ernährung und vegane Ernährung. Von den 96000 Teilnehmern haben sich 4000 Menschen vegan ernährt. Die restlichen Teilnehmer waren Fleischesser, Menschen welche selten Fleisch aßen, Pescetarier und Vegetarier.

Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Veganer ein 15 % niedrigeres Risiko hatten innerhalb der Studienzeit zu sterben. Des Weiteren ließ sich aus den Ergebnissen ablesen, dass Veganer im Vergleich, die niedrigsten Cholesterinwerte im Blut hatten. Weiterhin hatten diese ebenfalls die niedrigste Wahrscheinlichkeit, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Weiterhin hatten diese ein geringeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. 

Diese hatten zudem ein 34 % geringeres Risiko für Krebsarten, wie Brust- oder Gebärmutterhalskrebs. Eine Studie aus dem Jahr 2016, welche im International Journal of Cancer veröffentlichte, ergab, dass eine vegetarische Ernährung (einschließlich einer veganen Ernährung) das Risiko für Darmkrebs um 22 % senken kann. Die vegan lebenden Männer und Frauen konnten insgesamt im Vergleich zu den anderen Gruppen ein deutlich geringeres Darmkrebsrisiko aufweisen. [9], [10]

Wichtige Fakten zur Epic Studie

Bei der Epic Studie zum Thema vegane Ernährung nahmen 65000 Menschen teil. Von diesen 65000 Teilnehmern ernährten sich 2600 vegan, die anderen waren Fleischesser, Pescetarier und Vegetarier. Diese Studie zu veganer Ernährung wird seit dem Jahr 1993 durchgeführt und zeigt, dass Veganer im Vergleich ein ca. 30 % geringeres Risiko besitzen an Herzkrankheiten zu erkranken. Ebenfalls hatten laut der Studie die Menschen, die sich vegan ernährten, das niedrigste Risiko von allen anderen Teilnehmern, an Diabetes 2 zu erkranken. Der BMI (Body-Mass-Index) erzielte bei den vegan lebenden Menschen ebenfalls die besten Ergebnisse. Die Veganer hatten laut dieser Studie insgesamt ein 19 % niedrigeres Risiko an Krebs zu erkranken.

Diese beiden Studien über vegane Ernährung zeigen, dass sich diese Ernährungsform deutlich positiv auf unsere Gesundheit in verschiedenen Punkten auswirken kann. Was sich am deutlichsten zeigt ist, dass Veganer in diesen, sowie auch in anderen vergleichbaren Studien zu veganer Ernährung, wesentlich seltener an Krebs, Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck oder Adipositas erkranken. Vor allem bei Herzkreislauferkrankungen, Darmkrebs und Diabetes zeigt sich, dass Menschen, die sich vegan ernähren im Vergleich zu Menschen, die sich nicht vegan ernähren, ein deutlich niedrigeres Risiko haben, an diesen Krankheiten zu erkranken. [11], [12]

Quellen:

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